1943 bis 1971.

Sohn eines hohen Tiers in der US-Navy.
In den frühen Sixties spätpubertärer Emanzipationsschub.
Danach Filmstudium an der UCLA (University of California in Los Angeles).
Unter seinen damaligen Kollegen u.a. Francis Ford Coppola.
Der junge Morrison: am ehesten ein romantischer Schriftsteller. Morrisons Kopf ist voll mit Literatur. Von der mittelalterlichen Mystik bis zum Surrealismus, von William Blake über Edgar Allen Poe bis zu Antonin Artaud. Zum Rockstar wird er eher versehentlich, allerdings kommt die Position als Lead-Sänger der DOORS seinen exhibitionistischen Neigungen entgegen.
Für die Gedichte und Kurzprosatexte, die er schreibt, bleibt dabei leider immer weniger Energie. Frei nach Kerouac interpretiert Morrison sein eigenes Leben als das eines Kometen, der erscheint, eine gewisse Aufregung verursacht und verglüht. Die Idee des kurzen, intensiven Lebens als Kunstwerk. Auch das Sterben gehört dazu. Tod in einer Pariser Badewanne. Aber was kommt danach?
Jim is alive, schreibt die auf gewisse Abwege an den Rand der Realität geratene Fotografin Petra an ihren Exfreund Paul.
Briefe, abgesandt von einem Ort, an den er ihr nicht folgen soll.
Ich bin einer Weltsituation auf der Spur, schreibt sie,
das hat Paul befürchtet.
Ich habe Jim Morrison nie leiden können,
sagt sein Freund Morgenrot.



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